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Grünen-OB Palmer stimmt nicht für kommunales Wildtierverbot
Markus


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Der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, hat via Facebook erklärt, dass er nicht dem Vorschlag zustimmen wird, auf dem Tübinger Festplatz ein Verbot der Vermietung an einen Zirkus mit Wildtieren auszusprechen. Die Menschen sollten selbst entscheiden, ob sie Circus mit Tieren sehen wollen. Klare Standards für Tierhaltung reichten aus.

Hier die Erklärung im Wortlaut:

"Ich war gestern im Zirkus Krone und habe mir die Menschen und die Tiere angeschaut. Bei den Menschen bin ich mir sicher: Leuchtende Kinderaugen und begeisterte Erwachsene. Die Show war großartig. Bei den Tieren bin ich nicht sicher. Ich habe den Eindruck gewonnen, sie werden sehr gut versorgt. Schon die Anzahl der Tierpfleger bei der Arbeit hat mich beeindruckt. Auch die Beziehung der Tierlehrer zu den Tieren schien mir positiv. Besonders auffällig schien mir, dass die Tiere optisch in einem besseren Zustand sind als in den meisten Zoos. Die Außengehege sind auch mit Zoos vergleichbar. Keines der Tiere wurde in freier Wildbahn geboren. Bliebe die Frage des Transports, die ich nicht beurteilen kann. Gleichwohl komme ich zu dem Schluss, dass es unangemessen ist, hier mit pauschalen Verboten zu reagieren. Tierschutzgesetze müssen sein. Aber so wie wir Fleischproduktion nicht verbieten und Veggiedays nicht vorschreiben sollten wir den Leuten auch die Entscheidung überlassen, ob sie Tiere im Zirkus sehen und dafür 40 Euro Eintritt zahlen wollen. Wenn das niemand will, wird auch das Angebot schnell verschwinden. Mir reicht es, klare Standards für Tierhaltung zu haben. In der Konsequenz heißt das für mich: Ich werde nicht zustimmen, auf dem Tübinger Festplatz ein Verbot der Vermietung an einen Zirkus mit Wildtieren auszusprechen."
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Markus


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Auf dem Tübinger Festgelände werden auch weiterhin Zirkusse mit Wildtieren erlaubt sein. Das teilte die Stadtverwaltung in einem Bericht an den Gemeinderat mit, berichtet RTF1. Die Grünen-Fraktion wollte lediglich Zirkussen ohne Wildtieren die Möglichkeit zum Auftritt geben. Der Stadtverwaltung fehle für ein Verbot allerdings die rechtliche Grundlage. Solange ein Zirkus sich an die geltenden Tierschutzbestimmungen halten würde, könne ihm ein Gastspiel nicht verwehrt werden.
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Markus


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Nun hat doch noch der Verwaltungsausschuss des Tübinger Gemeinderates über den Vorstoß der Alternativen und Grünen Liste (AL/Grüne) entschieden, den Festplatz nicht mehr an Zirkusunternehmen mit Wildtierhaltung zu vermieten.

Am Ende wurde der Verbotsantrag knapp vom Verwaltungsausschuss abgelehnt (9 stimmten dafür, 11 dagegen). Vorangegangen war die Ankündigung von Boris Palmer, im Falle eines Votums für das nach seiner Auffassung rechtswidrige Verbot, erstmals in seiner zehnjährigen Tätigkeit als Oberbürgermeister sein Veto einzulegen. Dann hätte das Regierungspräsidium Tübingen zunächst eine Prüfung vornehmen müssen, ob der Beschluss überhaupt zulässig ist, berichtet der Reutlinger General-Anzeiger.
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